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Populäres Vorurteil:
Ein erhöhter Harnsäurespiegel im Serum führt zwangsläufig zur Gicht.

Es gehört zu den «gesicherten» Theorien der Ernährungsmedizin: Völlerei, Fleischkonsum und Alkoholgenuss führen zu einem erhöhten Harnsäurespiegel im Serum. Neigt der Mensch aufgrund seiner genetischen Veranlagung ohnehin zu einem hohen Harnsäurepegel, so ist die Gicht geradezu vorprogrammiert.

Dummerweise hält sich die Praxis nicht an die Theorie. Viel deutlicher als die Ernährung nehmen psychosoziale Faktoren Einfluss auf den Harnsäurespiegel, so steigt der Pegel in Stresssituationen an, aber auch Lebensfreude und Motivation lassen ihn ansteigen. Weitere Einflussfaktoren sind die Einnahme verschiedener Medikamente sowie Intoxikationen.

Dass ein erhöhter Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) zwangsläufig zu Gicht führe, ist auch nicht der Fall, die Wahrscheinlichkeit steigt lediglich geringfügig an. Auch wenn ein Gichtanfall durch auskristallisierte Harnsäure in Gelenken ausgelöst wird, bedarf es dafür nicht zwingend einem hohen Harnsäurespiegel im Serum. Andererseits ist ein solcher kein Garant für einen entsprechenden Anfall.

Menschen mit Hyperurikämie entwickeln sehr selten neurodegenerative Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS). Und umgekehrt haben Menschen, die unter MS leiden, einen niedrigen Harnsäurespiegel. Es ist nicht auszuschließen, dass Harnsäure hier protektiv wirksam sein könnte.

Gicht wird durch erbliche Enzymdefekte sowie Nierenschädigungen aller Art verursacht. Bei der Nierenschädigung spielen Arzneimittel (Diuretika) und Toxine (Blei) die Hauptrolle. Der Anteil der Ernährung ist gering.


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Erstellt am 09. März 2007, zuletzt geändert am 03. April 2008 © Jürgen Krüll, Berlin-Schöneberg.
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